Eine unvergessliche Zeit in Istanbul

Tagebuch aus Istanbul / Istanbul Günlüğü

Montag :

Nach einer unkomplizierten Anreise und dem ersten Kennenlernen unserer Gastfamilien am gestrigen Abend sind wir heute in die historische Altstadt von Istanbul gefahren (auf der europäischen Seite): in die berühmten Viertel Sultanahmet und Beyazit. Wir haben eine große Stadttour gemacht, bei der wir viele schöne und geschichtsträchtige Gebäude gesehen haben: den Topkapi Palast, die unterirdischen Säulengänge der Zisterne, das Hippodrom, den deutschen Brunnen oder die Blaue Moschee. Besonders beeindruckend war die Haghia Sophia (ayasofia), welche erst eine christliche, byzantinische Kirche war, später als Moschee gedient hat und nun ein Museum ist. Im Anschluss sind wir über den riesigen überdachten „Großen Basar“ mit über 600 farbenfrohen Geschäften gegangen.

Dienstag:

Am Dienstag haben wir den Vormittag in der Schule verbracht und die Schokoladenfabrik „Pelit“ besucht. Morgens hatten wir eine Stunde Türkischunterricht; So können wir jetzt z.B. „Günayden“ (Guten Morgen) sagen und uns ein bisschen besser im Alltag verständigen. Danach ging es dann weiter in die Schokoladenfabrik, in der wichtige Figuren und Gebäude aus Istanbul aus Schokolade nachgebaut ausgestellt wurden. Nachmittags haben wir alle zusammen Basketball, Volleyball und Badminton gespielt. Um 16 Uhr, nach Schulschluss, sind wir alle zum Essen und Shoppen in die Mall of Istanbul gefahren. Das Essen in Istanbul ist wirklich sehr günstig und vor allem super lecker!

Mittwoch:

Am dritten Tag haben wir mit dem ganzen Gymnasium einen Ausflug zur Schwarzmeerküste unternommen, zu einem gemeinsamen Frühstück im Freien. Zurück in der Schule haben wir traditionelle türkische Wassermalereien ausprobiert und hatten dabei sehr viel Spaß. Nach dem Mittagessen in der Mensa hatten wir die Möglichkeit, die Videos zu schneiden, die wir zu Alltagsthemen in Kleingruppen erstellt haben, oder in der Sporthalle Ballsportarten zu spielen. Nach dem geplanten Programm sind einige von uns in ein Einkaufszentrum gefahren. Abends waren wir dann in einem traditionellen türkischen Restaurant und anschließend auf der Bowlingbahn.

Donnerstag:

Nachdem wir morgens wie jeden Tag von unseren Familien mit den Schulbussen zur ALKEV-Schule gebracht wurden, machten wir uns auf den (langen und verkehrsreichen) Weg ins deutsche Generalkonsulat. Bevor wir vom Generalkonsul Herrn Reiffenstuel empfangen wurden und ihm Fragen stellen konnten, mussten wir erst durch eine aufwendige Sicherheitskontrolle. Später haben wir in den multikulturell geprägten Vierteln Taksim und Beyoglu zu Mittag gegessen und sind dann zu Fuß durch verwinkelte Gassen zum Bosporus hinuntergelaufen, von wo aus wir eine Bosporusbootsfahrt starteten. Die Fahrt war sehr schön, weil der Ausblick einfach atemberaubend war. Nach der Fahrt waren wir alle hungrig und aßen gemeinsam Kumpir (gefüllte Kartoffeln) und köstliche Waffeln.

Freitag:

Am Freitag bekamen wir eine Führung durch die Busproduktion von Mercedes Benz Türk. Anschließend sind wir wieder mit unseren Schulbussen zur Strandpromenade in Büyükcekmece gefahren, wo wir in einem Restaurant mit Meerblick gegessen haben. Hektisch ging es zurück zur Schule, denn wir hatten bis zum Abschlussabend noch einiges zu tun: die Videoprojekte für die Präsentation beenden, ein Dankeschön für unsere türkischen Freunde vorbereiten und, vor allem, in der Schulküche Börek zubereiten. Dieser gemeinsame Abend mit Lehrern, Eltern und Familien war ein wunderschöner Start in unseren letzten Abend mit unsren Istanbuler Freunden…

Samstag:

Ein letztes gemeinsames Frühstück mit unseren Gastschülern und Gasteltern in einem Restaurant mit traumhaften Blick aufs Meer bildete unseren Abschluss einer unvergesslichen Woche in Istanbul 🙂

 

–> Foto Copyright: Deutsches Generalkonsulat Istanbul /ME

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Istanbulaustausch 2017— „Freundschaft kennt keine Grenzen“

Samstag, der 28. Oktober 2017: Für alle anderen ein ganz normaler Samstag, für uns jedoch der große Tag: Gegen 9.00 Uhr trafen wir mit typisch deutschem Gebäck,Süßigkeiten und natürlich ganz viel Aufregung beim Flughafen ein und unterhielten uns darüber, was uns diese Woche alles erwarten wird.Als das Flugzeug landete, holten wir das Willkommensplakat und hielten es alle gemeinsam fest. Nach einer kurzen Zeit wurden alle immer aufgeregter, doch so enttäuschend das auch klingen mag: Es war weit und breit noch keiner von den erwarteten Gästen zu sehen :(. Nach einer halben Ewigkeit kamen unsere langersehnten Gäste endlich und plötzlich ging alles ganz schnell. Jeder suchte flüchtig nach dem Gesicht seines Austauschpartners und ging dann auf diesen zu, um ihn zu begrüßen.

Als sich dann alle begrüßt hatten, ging es nachhause, um sich ein wenig zu erholen. Bereits nach einigen Stunden trafen sich jedoch viele wieder in Kleingruppen in der Stadt, damit die Austauschschüler sich schon einmal erste Eindrücke von Hannover machen konnten und um erste Filmaufnahmen zu machen. Ja, du hast richtig gelesen: Filmaufnahmen! Die ganze Woche über war unsere Aufgabe an einem Filmprojekt zum Thema „Alltag in Deutschland — ganz schön cool, ganz schön anders“ zu arbeiten, doch dazu werde ich gleich noch einmal kommen. Durch den langen Stadtbummel waren die meisten am Ende des Tages sehr erschöpft und wollten für den nächsten Tag Kraft tanken.

Gesagt, getan! Mit neuer Kraft starteten wir dann am nächsten Morgen in den Tag und durften unternehmen, was wir wollten.Es gab Ausflüge zur Marienburg, in die Herrenhäuser Gärten, in den Superfly-Trampolinpark, Stadtrundfahrten,Kinobesuche und noch vieles mehr. Es war ein sehr schöner und entspannter Tag.

Am Montag ging es dann so richtig mit dem Programm los.Die Vorfreude war groß, bis wir realisierten, dass wir früh aufstehen und an einem Tag, an dem eigentlich schulfrei ist, ist in die Schule gehen müssen… Im Kunstraum des Schulgebäudes angekommen starteten wir mit einem Frühstücksbuffet und einer Einführung zum Thema Filmdreh.Dann wurden wir in zwei große Gruppen aufgeteilt, wobei sich eine mit dem Drehplan und die andere mit den Kameras und der Technik beschäftigte, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Als wir dann alle fertig waren, gingen wir nach einigen Gruppenfotos zur Bushaltestelle. War also doch nicht so schlimm, wie wir es gedacht haben.

Wir fuhren ins Rathaus und wurden dort freundlich mit Willkommensgetränken empfangen. Vertreter der Presse und von Radiosendern interviewten einige von uns. Alle anderen warteten geduldig. Allzu besonders sah der Raum nicht aus, doch der Grund, wieso wir dort waren war sehr besonders: Nach kurzer Zeit betrat der Oberbürgermeister Stefan Schostock nämlich den Raum und hieß die türkischen Austauschschüler mit einer Rede willkommen. Er berichtete von Dingen, die es in Hannover gibt, davon, dass es trotz der aktuellen politischen Lage diesen Austausch weiterhin geben und Politik keine Freundschaften zwischen Ländern zerstören sollte. Nachmittags trafen wir uns zu einer Stadtrallye wieder, in der wir unsere Lieblingsorte zeigten. Leider spielte das Wetter nicht mit, trotzdem hatten wir Spaß.

So schnell wie der Montag vorbeiging, kam auch der Dienstag. Wir trafen uns am Morgen beim Hauptbahnhof und fuhren mit dem Zug nach Bremen. Wir besuchten dort das Universum, was trotz der Altersgruppen, für die es eigentlich gedacht ist ganz lustig war, weil man dort viel Faszinierendes ausprobieren konnte. Den Abend ließen wir dann bei einer Halloween-Party ausklingen. Der Tag war für mich persönlich einer der lustigsten und besten in dieser Woche!

Am Mittwoch hieß es dann, den Wecker nicht zu verschlafen und noch früher Aufzugstehen, als am Montag, denn die Unterrichtshospitation stand an. Für uns ein ganz normaler Schultag, für unsere Austauschschüler dagegen etwas Spannendes und Neues. Was ihnen direkt auffiel, war, dass sie unsere Unterrichtsinhalte schon kannten. Dementsprechend konnten sie sprachlich gut folgen. Vieles war für sie aber trotzdem aufregend und neu. Weiter ging es dann Mittags in den Landtag. Es wurde ein Film über das politische System in Deutschland gezeigt. Anschließend ging es in den Plenarsaal, in dem die Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf ebenfalls von unserem politischen System und der Meinungsfreiheit in Deutschland erzählte. Allen wurde deutlich, wie wichtig diese Themen sind. Wir durften Fragen stellen (was wir rege taten!) und es wurde lange über die Bundestagswahl und die jeweiligen Parteien gesprochen. Wir waren die ersten Besucher im neuen Plenarsaal des umgebauten Landtags!

Der Donnerstag war dann wieder ein Ausflugstag, dieses Mal ging es nach Goslar zum Kulturerbe im Bergstollen Rammelsberg. Bei der 1,5 Stunden langen Führung wurde uns dann sehr viel über dieses Bergwerk erzählt und wie es mithilfe von Wasserkraft betrieben werden konnte.

It’s Friday, yay, yay! Nicht für uns, denn es war der letzte Tag zusammen. Die letzten Vorbereitungen für den Abschlussabend liefen in der Schule und im Medienzentrum, wo das die ganze Woche lang gefilmte Material zu einem Film geschnitten wurde. Abends trafen wir uns dann alle gemeinsam inklusive unsere Eltern wieder und veranstalteten ein gemeinsames Good-bye-Dinner. Die Filme wurden präsentiert. Es war echt krass noch einmal zu sehen, was wir in nur einer Woche erleben durften.

Überraschenderweise haben unsere Austauschschüler auch für uns etwas vorbereitet. Jeder nannte den Namen seines Austauschpartners und hielt einen Buchstaben hoch, aus denen sich zusammen der Satz ergab: „Please come to Istanbul“ (mit einem riesigen Herz). Die Lehrerin Frau Tugyan sagte dann auch einige Worte dazu und schloss ihre kleine Rede mit einem „Freundschaft kennt keine Grenzen“ ab. Dieser Satz prägte sich stark in meinem Kopf ein, da er einfach der Wahrheit entspricht. Nach diesem rührenden Moment ging es aber auch wieder mit lustigen Sachen weiter.

Am Samstag durften wir dann wieder selbst entscheiden, was wir unternehmen, und am Sonntag gab es dann noch ein letztes gemeinsames Frühstück.

Nachmittags ging es dann leider auch schon zum Flughafen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten wir uns voneinander und schworen uns, dass wir uns bald wiedersehen, denn Freundschaft kennt keine Grenzen!

Vielen Dank an Frau Loh, Frau Skubinn, Frau Fiden und Frau Tugyan, die uns diese tolle Woche ermöglicht haben!

„How lucky I am to have something that makes saying goodbye so hard.“ A. A. Milne

(von Diana Brayer, 9b)

 

 

 

 

 

Es geht in die neue Runde :)

Nun ist es endlich soweit.

15 deutsche und 16 türkische Schülerinnen und Schüler werden am diesjährigen Austausch teilnehmen. Wir sind gespannt auf neue Erfahrungen und die kommenden gemeinsamen Erlebnisse. Wir freuen uns schon sehr auf den Besuch der ALKEV-Schülerinnen und Schüler Ende Oktober.

Jetzt wünschen wir allen erst einmal tolle Sommerferien!

Viele Grüße aus Hannover

Der nächste Schritt: Übergabe des Blogs

Nicht nur die Betreuung des Austausches, sondern auch die Fortsetzung unseres sehr erfolgreichen Blogs geht in die guten Hände von Frau Skubinn und Frau Dr. Loh über.

Ich danke insbesondere allen teilnehmenden Schülern und Eltern sowie Lehrkräften der Sophienschule und der Alkev-Schule, die den Austausch tatkräftig unterstützt haben.

Ich wünsche allen am Austausch Beteiligten viel Erfolg bei der Fortsetzung des Projektes!

Güle güle!     Matthias Zeidler

Neue Runde des Austauschs startet bald

Im kommenden Schuljahr 2017/ 2018 beginnt eine neue Runde des Austauschs mit unserer Partnerschule in Istanbul.

Frau Skubinn und Frau Dr. Loh – welche die Leitung des Austauschs von Herrn Zeidler übernommen haben – sind in den vergangenen Wochen durch die Klassen gegangen und haben die Schülerinnen und Schüler in Jahrgang 9 und 10 über den Austausch informiert.

Wir freuen uns auf viele neue Teilnehmer, mit denen wir unsere Freunde von der Alkev-Schule im Herbst 2017 in Hannover begrüßen dürfen!

Du hast Interesse daran, einen Schüler/ eine Schülerin aus Istanbul während des Aufenthalts in Hannover aufzunehmen? Dann melde Dich bitte bei Frau Skubinn oder bei Frau Dr. Loh. 

Wir freuen uns auf Dich!